Das Moor - Klaus Groht

Vergrößern (öffnen in einem eigenen Fenster) durch anklicken!

Torfgeschichten

Über Moore allgemein ist viel geschrieben worden, sie habe die Menschen seit Jahrhunderten fasziniert. Auch über das Süderholmer Moor gab und gibt es einiges zu Berichten. Dem Förderverein Torfbacken e.V. ist es gelungen, einen Schulaufsatz einer ehemaligen Süderholmer Schülerin, über das Moor aus dem Jahre 1950 im Orginalzustand zu bekommen. Mit freundlicher Genehmigung der "Autorin" möchten wir hier einige Seiten des sehr umfangreichen Aufsatzes zeigen, der mit sehr viel Liebe zum Detail, aber auch gut recherchiert, ein Zeitzeugnis des Süderholmer Moores darstellt.

a. Der Schulaufsatz

Deckblatt eines alten Schulaufsatzes

Ausschnitt vom Deckblatt eines Schulaufsatz, angefertigt 1952 von Hildegard Ortlieb,geb.Gieser

Handgezeichnete Karte vom Süderholmer Moor

Handgezeichnete Karte vom Süderholmer Moor, zugehörig zum o.a. Schulaufsatz

Auszug aus dem Schulaufsatz von Frau Ortlieb:

Wenn man das Wort "Moor" hört, kann man sich unwillkürlich eines abstoßendens Gefühl nicht erwehren. Man denkt dabei an eine eintönige, leblose Gegend. Aber wer ein Moorgebiet genau kennt, wird das Gegenteil behaupten. Bei uns im Moor herrscht z.B. viel Leben. Jedes Tier kann hier ungestört seinen Weg gehen, ohne vom Menschen aufgelauert zu werden. Eine niedrige Krüppelkiefer hat am Moortümpel Wurzeln geschlagen und schon manches Jahr die dunkle Wasseroberfläche zu ihren Füßen beschattet. Braun ist der Grund des Tümpels, ölige Flecke schwimmen auf seinem Spiegel. Kein Fisch lebt in dem Wasser, nur Kaulquappen und Kleintiere leben in dem Kolk, den selten ein Vogel besucht. Ich wurde daher aufmerksam, als ich ein Vogelpaar bemerkte, das sich immer in der Nähe aufhielt. Es waren aschgraue, schwarzköpfige, schlankgeformte Flieger. Es war Anfang Juni, als ich wieder einmal an diesen Platz kam. Ich sah gerade als ein Vogel von einem Schlammhügel aufflog. "Sollte der hier sein Nest haben?" dachte ich. Vorsichtig schlich ich heran. Es war nicht so leicht, durch den Morast zu kommen. Doch da sah ich auch schon das Nest; drei blaßbraune Eier mit vielen grauen, rotbraunen und braunschwarzen Fecken, Tüpfeln und Punkten betreut. "Ein Kibitznest kann es nicht sein", dachte ich, "denn dessen Eier sind birnenförmig und olivgrüngrundig" - man erzählte mir später, daß es Trauerseeschwalben waren, die dort nisteten. Als ich nach 14 Tagen wieder einmal das nest aufsuchte, sperrten drei Junge ihre gelblichen Schnäbel weit auf. Nach wiederum 14 Tagen fand ich das Nest leer.

b. Erlebtes und Geschichten aus dem Moor

(im Aufbau)

Gerätschaften| Torfgewinnung | Das Süderholmer Moor | Terminkalender |

Torfgeschichten (diese Seite) | zur Startseite | Impressum | Last Update: 06/2006 | (c) Kreishandwerkerschaft Dithmarschen 2006