Und dann füllte sich der Platz am Klaus-Groth-Wanderweg sehr schnell. Eine Freude für die Macher und Mitglieder des Fördervereins auf welch großes Interesse die Arbeit zur Erhaltung dieses "alten Erwerbszweigs der Brennnstoffgewinnung".

Und so konnte der 1.Vorsitzende Mars Dieter Timm auch bald mit seinem Vortrag über die Torfgewinnung beginnen. Er zeigte anschaulich und verständlich die einzelnen Entwicklungsstufen auf: Von der Handketscherei im Süderholmer Moor bis zur fast industriellen Gewinnung mit Großmaschinen im Emsland. Wobei der Schwerpunkt der Ausführungen, die er mit viel Witz und Begeisterung rüberbrachte, natürlich die Arbeit der Torfbäcker im Süderholmer Moor war.

Über der Sodenform angekommen, wird die Backform ausgekippt. der Backwagen fährt zur Ketschermaschine zurück und an der Form begann unter den interessierten Blicken der Besucher die Arbeit der Sodenformer, welche die Masse in die Form streichen und verdichten.

Nach kurzer Antrockenzeit wurde der Rahmen vorsichtig abgenommen, weitergelegt und die Sodenform konnte erneut gefüllt werden.
Bild unten: Diese neu abgelegten Torfsoden wurden erst einmal von einem jüngeren Besucher "überprüft" und für gut befunden.

Für die kleineren Besucher war die gefüllte Matschkiste (unten) ein echtes "Highlight". Den frischen Torf mal so richtig mit den Füssen durchmanschen, war für das eine oder andere Kind ein richtiges "Fühl-Erlebnis". Auch hier konnten die Kleinen dann den Torf in kleine Backformen streichen und so ihre eigenen Soden formen.

Der erfolgreiche Einsatz der Torfpresse war nicht nur durch ihren Antrieb (Lanz Bulldog) ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Torfbacken im Süderholmer Moor.

Fazit: Es war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Dem Förderverein Torfbacken e.V. und seinen Mitgliedern ist es zum wiederholten Male gelungen eine alte schon fast vergessene Technik der Brennstoffgewinnung aus dem Dunkel des "Vergessen" herauszuholen und einem großen Kreis von Menschen zu zeigen und praktisch vorzuführen.