Aktionen des Förderverein Torfbacken e.V. im Jahre 2015

Sozialer Tag im Süderholmer Moor

Bericht von Quentin Taugerbeck und Gereon Schröder

Am 09. Juli 2015 stand der Soziale Tag des Gymnasiums-Heide-Ost an. Wir (Gereon Schröder und Quentin Taugerbeck) entschieden uns,  den Tag beim Förderverein Torfbacken e.V. in Süderholm zu verbringen.

Zusammen mit Herrn Mars Dieter Timm, Vorsitzender des Fördervereins Torbacken e. V.,  sollte im Süderholmer Moor nach einer historischen Fotographie ein Torfstich wie zu Großvaters Zeiten angelegt werden.

Zunächst wurden die nötigen Geräte,  wie Schubkarre, Schaufel, Messstab, Richtschnur, das alte restaurierte Torfsoden-Schleppbrett und verschiedene Torfstecher verladen. Dann  fuhren wir ins Süderholmer Moor zum Torfbackgrundstück des Torfbackenvereins, um einen Torfstich anlegen.

Obwohl uns das Wetter nicht unbedingt mitspielte, es regnete immer mal wieder, gingen wir mit höchster Motivation an die Sache heran. Unter genausten Anweisungen von Herrn Timm, der sich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Torfbacken auseinandersetzt, begannen wir mit dem Anlegen des ersten Abgrabeschicht.

Wir benutzten dafür die damals verfügbaren Arbeitswerkzeuge, den Schneider, ein ca. 50 cm langes Stechmesser mit zwei hölzernen Handgriffen, um den hinteren senkrechten Schnitt, ca. 30 cm von der Vorderkante zu setzen. Und den Spletter, um die Sodenbreite, ca. 20 cm, senkrecht zu stechen. Und dann die Schaufel, um die gestochenen Torfsoden herauszuheben und auf das Schleppbrett zu legen.

Es war schwerer als erwartet. Es sieht zwar einfach und locker aus, aber da täuscht man sich ordentlich. Und so merkten wir, wie hart es damals war, an den als Brennmaterial genutzten Torf zu gelangen und wie schwer die Torfbacker dafür schuften mussten.

Als erstes legten wir  eine Stufe mit einer Tiefe von 30 Zentimetern, Breite von ca. 20 cm  und einer Höhe von circa 15 Zentimetern an. Die Banklänge betrug um die 5 Meter.

Dieses Vorgehen wanden wir ebenfalls bei den anderen zwei Stufen an, die beide unterhalb der Ersten lagen. Die besten Stücke legten wir auf das Schleppbrett, mit dem die gestochenen Soden früher von einem Pferd zum Trockenplatz geschleppt wurden. Dort wurden sie zum Trocknen auf die Wiese gelegt.

Insgesamt war es ein aufregender und anstrengender, aber auch sehr interessanter Tag.

  der Torfstich ist fertig


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